Brennholz Brennwert Tabelle: Heizwert in kWh/rm & kWh/kg nach Holzart im Vergleich 2026

Brennholz gehört in Deutschland weiterhin zu den wichtigen biogenen Energieträgern für Kaminöfen, Holzöfen und bestimmte Heizungsanlagen. Beim Kauf ist allerdings nicht nur der Preis pro Raummeter entscheidend. Auch Holzart, Wassergehalt, Gewicht und Aufbereitung bestimmen, wie viel Energie tatsächlich im Brennholz steckt.

Die folgende Brennholz-Brennwert-Tabelle 2026 zeigt typische Heizwerte verschiedener Holzarten in kWh pro Raummeter (kWh/rm) und kWh pro Kilogramm (kWh/kg). Dabei ist wichtig: Der Heizwert verändert sich mit der Holzfeuchte erheblich. Das TFZ weist ausdrücklich darauf hin, dass der Wassergehalt einen wesentlich größeren Einfluss auf den Heizwert hat als die Holzart. (TFZ Straubing)

Brennholz Brennwert Tabelle 2026

Für einen praxisnahen Vergleich werden hier Werte für lufttrockenes Scheitholz mit etwa 15 bis 20 % Wassergehalt verwendet. Die Werte sind Richtwerte, da tatsächlicher Heizwert und Energieinhalt von Holzfeuchte, Scheitlänge, Stapelung und Rohdichte abhängen.

Holzart Heizwert ca. kWh/kg bei lufttrockenem Holz Heizwert ca. kWh/rm Holzart-Gruppe Typische Eigenschaft
Buche ca. 4,0–4,2 ca. 1.900–2.100 Laubholz hohe Energiedichte, lange Glut
Eiche ca. 4,0–4,2 ca. 1.900–2.100 Laubholz hohe Dichte, lange Brenndauer
Esche ca. 4,0–4,2 ca. 1.900–2.100 Laubholz hoher Heizwert, gute Glut
Ahorn ca. 4,0–4,2 ca. 1.700–1.900 Laubholz gleichmäßiges Brennverhalten
Birke ca. 4,0–4,2 ca. 1.700–1.900 Laubholz leicht entzündlich
Robinie ca. 4,0–4,2 ca. 1.900–2.100 Laubholz hohe Dichte
Kiefer ca. 4,1–4,3 ca. 1.500–1.700 Nadelholz harzreich, brennt schnell an
Lärche ca. 4,1–4,3 ca. 1.500–1.700 Nadelholz relativ energiereich
Douglasie ca. 4,1–4,3 ca. 1.500–1.700 Nadelholz gutes Brennverhalten
Fichte ca. 4,1–4,3 ca. 1.300–1.500 Nadelholz leicht, schnell entzündlich
Tanne ca. 4,1–4,3 ca. 1.300–1.500 Nadelholz leichtes Brennholz
Pappel ca. 4,0–4,2 ca. 1.200–1.400 Laubholz geringe Energiedichte

Die Werte pro Kilogramm liegen bei trockenem Holz erstaunlich nah beieinander. C.A.R.M.E.N. nennt beispielsweise rund 5,2 kWh/kg Trockenmasse für Fichte und etwa 5,0 kWh/kg für Buche. Der größere Unterschied beim Raummeter entsteht vor allem durch die unterschiedliche Dichte der Holzarten. (C.A.R.M.E.N. e.V.)

Warum hat ein Raummeter Buche mehr Energie als ein Raummeter Fichte?

Der entscheidende Unterschied liegt in der Rohdichte.

Ein Raummeter Brennholz besteht nicht aus einem festen Kubikmeter Holz. Zwischen den Scheiten befinden sich Luftzwischenräume. Wie viel tatsächliche Holzmasse in einem Raummeter steckt, hängt deshalb von Holzart, Scheitgröße und Stapelung ab.

Buche besitzt eine deutlich höhere Dichte als Fichte. Dadurch befinden sich bei gleichem Volumen mehr Kilogramm Holz im Raummeter.

Das TFZ gibt für lufttrockene 33-cm-Buchenscheite einen Energieinhalt von ungefähr 190 Litern Heizöl-Äquivalent pro Raummeter an, während Fichte unter vergleichbaren Bedingungen etwa 135 Liter Heizöl-Äquivalent pro Raummeter erreicht. (TFZ Straubing)

Heizwert pro Kilogramm: Nadelholz vs. Laubholz

Ein häufiger Irrtum ist die Annahme, dass Hartholz grundsätzlich einen wesentlich höheren Heizwert pro Kilogramm besitzt.

Tatsächlich ist der Unterschied relativ klein. Bei vollständig trockenem Holz liegt der Heizwert verschiedener Holzarten in einer ähnlichen Größenordnung. Das TFZ beschreibt den Heizwert von 1 kg trockenem Holz als bei den verschiedenen Holzarten nahezu einheitlich. (TFZ Straubing)

Nadelholz kann aufgrund seines höheren Lignin- und teilweise Harzanteils sogar einen etwas höheren Heizwert je Kilogramm aufweisen. Der entscheidende Vorteil von Buche, Eiche oder Esche entsteht jedoch durch deren höhere Dichte.

Beispiel

Angenommen, zwei Holzstapel enthalten jeweils einen Raummeter Brennholz:

  • 1 rm Fichte: geringere Dichte
  • 1 rm Buche: höhere Dichte

Obwohl ein Kilogramm der beiden Hölzer einen ähnlichen Energiegehalt besitzt, befinden sich im Buchen-Raummeter deutlich mehr Kilogramm Holz.

Deshalb liefert 1 rm Buche wesentlich mehr Energie als 1 rm Fichte.

Heizwert nach Holzfeuchte

Die Holzfeuchte ist für die tatsächliche Heizleistung besonders wichtig. Wasser muss beim Verbrennen zunächst erwärmt und verdampft werden. Ein Teil der im Holz enthaltenen Energie wird dadurch nicht für die nutzbare Wärmeabgabe verwendet.

Wassergehalt Typischer Heizwert von Holz
0 % ca. 5 kWh/kg
10 % ca. 4,5–4,7 kWh/kg
15 % ca. 4,1–4,3 kWh/kg
20 % ca. 4,0 kWh/kg
25 % ca. 3,6–3,8 kWh/kg
30 % ca. 3,3–3,5 kWh/kg
40 % ca. 2,7–2,9 kWh/kg
50 % ca. 2,1–2,3 kWh/kg

Das TFZ zeigt beispielsweise für Buchenholz bei 50 % Wassergehalt einen Heizwert von rund 2,16 kWh/kg, während lufttrockenes Holz bei 20 % Wassergehalt etwa 4,02 kWh/kg erreicht. (C.A.R.M.E.N. e.V.)

Damit kann sehr feuchtes Holz trotz derselben Holzart deutlich weniger nutzbare Energie liefern.

Brennwert oder Heizwert – was ist der Unterschied?

Im Alltag werden „Brennwert“ und „Heizwert“ bei Brennholz häufig synonym verwendet. Technisch sind die Begriffe jedoch nicht identisch.

Der Heizwert berücksichtigt die Energie, die bei der Verbrennung ohne Nutzung der Kondensationswärme des Wasserdampfes verfügbar ist.

Der Brennwert liegt höher, weil zusätzlich die Kondensationswärme des Wasserdampfs berücksichtigt wird.

Für klassische Kamin- und Holzöfen ist der Heizwert daher die praktischere Kenngröße für die Betrachtung der nutzbaren Energie. Bei der Bewertung eines Brennstoffs sollte deshalb darauf geachtet werden, welche Kenngröße eine Tabelle tatsächlich verwendet.

kWh/rm, kWh/kg und Raummeter richtig verstehen

Beim Brennholzkauf begegnen Verbrauchern verschiedene Maßeinheiten.

Einheit Bedeutung
kg tatsächliche Masse des Holzes
kWh/kg Energiegehalt je Kilogramm
rm Raummeter, geschichtetes Holz inklusive Zwischenräumen
kWh/rm Energiegehalt eines Raummeters
fm Festmeter, 1 m³ reine Holzmasse ohne Zwischenräume
srm Schüttraummeter, lose geschüttetes Holz

Gerade Raummeter und Schüttraummeter dürfen nicht verwechselt werden. Das TFZ weist darauf hin, dass die Umrechnung verschiedener Raummaße beim Brennholzkauf immer wieder zu Missverständnissen führt. (TFZ Straubing)

Ein Raummeter Scheitholz enthält mehr tatsächliche Holzmasse als ein Schüttraummeter, weil die Scheite beim Raummeter geschichtet werden.

Buche, Eiche oder Fichte – welches Brennholz hat den höchsten Heizwert?

Für den Energiegehalt pro Raummeter liegen dichte Laubhölzer wie Buche, Eiche und Esche typischerweise weit vorne. Historische Fachtabellen nennen beispielsweise für Buche und Eiche Werte um etwa 2.100 kWh/rm unter entsprechenden Bezugsbedingungen, während Fichte und Tanne deutlich niedrigere Werte erreichen. (Waldwissen)

Beim Heizwert pro Kilogramm ist der Abstand dagegen deutlich kleiner.

Deshalb gilt:

Pro Kilogramm: Unterschiede zwischen Holzarten sind relativ gering.

Pro Raummeter: Dichte Laubhölzer liefern meist deutlich mehr Energie.

Brennholz nach Brenndauer

Neben dem Heizwert spielt die Brenndauer eine Rolle. Dichtere Holzarten benötigen häufig länger, bis die vorhandene Holzmasse vollständig umgesetzt ist.

Holzart Dichte Typisches Brennverhalten
Buche hoch langsam, gleichmäßig, gute Glut
Eiche hoch langsam, lange Glutphase
Esche hoch gleichmäßig, gute Glut
Birke mittel bis hoch gutes Anzünden, gleichmäßige Wärme
Ahorn mittel bis hoch gleichmäßig
Kiefer mittel relativ schnell, harzreich
Lärche mittel relativ lebhaft
Douglasie mittel eher lebhaft
Fichte niedrig schnell entzündlich, relativ kurze Brenndauer
Tanne niedrig leicht entzündlich, eher schnell abbrennend

Die tatsächliche Brenndauer hängt zusätzlich von Scheitgröße, Holzfeuchte, Luftzufuhr und Ofenkonstruktion ab.

Wie trocken sollte Brennholz sein?

Für die Verbrennung in üblichen Holzfeuerstätten wird gut getrocknetes Scheitholz benötigt. In der Praxis gilt Holz mit ungefähr 15 bis 20 % Wassergehalt als gut trockenes Brennholz.

Zu feuchtes Holz führt zu einer schlechteren Verbrennung und einem niedrigeren Heizwert. Das TFZ betont, dass die Trocknung den Energiegehalt des Holzes deutlich erhöht. (TFZ Straubing)

Beim Kauf sollte deshalb nicht nur nach der Holzart gefragt werden. Ebenso wichtig sind:

  • Wassergehalt
  • Scheitlänge
  • Lagerdauer
  • Lagerbedingungen
  • Raummeter oder Schüttraummeter
  • gespalten oder ungespalten
  • Preis inklusive oder ohne Lieferung

Brennholzpreise pro kWh vergleichen

Der reine Preis pro Raummeter sagt wenig über die tatsächlichen Energiekosten aus.

Das TFZ ermittelte im Januar 2026 für 33-cm-Scheite durchschnittlich 144,66 Euro pro Raummeter für Hartholz und 109,83 Euro für Weichholz inklusive Mehrwertsteuer und Lieferung bis 10 km. Umgerechnet auf die Energie ergaben sich etwa 9,40 ct/kWh für Hartholz und 9,64 ct/kWh für Weichholz. (TFZ Straubing)

Das zeigt, warum ein vermeintlich günstiger Raummeter nicht automatisch die niedrigeren Heizkosten bedeutet.

Einfache Formel

Wer Brennholzangebote vergleichen möchte, kann grundsätzlich rechnen:

Preis pro kWh = Preis pro Raummeter ÷ Heizwert in kWh pro Raummeter

Beispiel:

Ein Raummeter kostet 140 Euro und enthält rechnerisch 2.000 kWh:

140 € ÷ 2.000 kWh = 0,07 €/kWh

Das entspricht 7 Cent pro kWh Brennstoffenergie.

Der tatsächliche Wärmegewinn im Raum ist allerdings geringer, weil der Wirkungsgrad des Ofens berücksichtigt werden muss.

Was bedeutet der Wirkungsgrad?

Der Heizwert beschreibt zunächst die Energie im Brennholz. Nicht die gesamte Energie wird als nutzbare Raumwärme verfügbar.

Bei einem Ofen mit beispielsweise 80 % Wirkungsgrad würden aus 2.000 kWh Brennstoffenergie theoretisch etwa 1.600 kWh nutzbare Wärme entstehen.

Die Rechnung lautet:

Nutzbare Wärme = Brennstoffenergie × Wirkungsgrad

Bei einem Vergleich verschiedener Brennholzangebote sollte daher immer zwischen Energieinhalt des Holzes und tatsächlich nutzbarer Wärme unterschieden werden.

Brennholz Brennwert Tabelle: Kurzvergleich

Holzart kWh/kg, lufttrocken ca. kWh/rm ca. Energiedichte pro rm
Buche 4,0–4,2 1.900–2.100 sehr hoch
Eiche 4,0–4,2 1.900–2.100 sehr hoch
Esche 4,0–4,2 1.900–2.100 sehr hoch
Robinie 4,0–4,2 1.900–2.100 sehr hoch
Birke 4,0–4,2 1.700–1.900 hoch
Ahorn 4,0–4,2 1.700–1.900 hoch
Kiefer 4,1–4,3 1.500–1.700 mittel
Lärche 4,1–4,3 1.500–1.700 mittel
Douglasie 4,1–4,3 1.500–1.700 mittel
Fichte 4,1–4,3 1.300–1.500 niedriger
Tanne 4,1–4,3 1.300–1.500 niedriger
Pappel ca. 4,0–4,2 1.200–1.400 niedrig

Hinweis: Die Werte pro Raummeter sind Näherungswerte für vergleichbare Scheitholzsortimente. Je nach Wassergehalt, Scheitlänge, Stapelung und Rohdichte können die tatsächlichen Werte erheblich abweichen. Das TFZ stellt deshalb detaillierte Heizwerttabellen nach Wassergehalt und Sortiment bereit. (TFZ Straubing)

Fazit

Beim Brennholzvergleich 2026 sollte nicht ausschließlich auf die Holzart geschaut werden. Der Wassergehalt ist einer der wichtigsten Faktoren für den tatsächlichen Heizwert. Bei trockenem Holz unterscheiden sich die Energiegehalte pro Kilogramm verschiedener Holzarten relativ wenig. Pro Raummeter entstehen dagegen deutliche Unterschiede, weil schwere Holzarten wesentlich mehr Holzmasse und damit Energie in demselben Volumen enthalten. (C.A.R.M.E.N. e.V.)

Für eine hohe Energiedichte pro Raummeter sind Buche, Eiche, Esche und andere dichte Laubhölzer interessant. Fichte, Tanne, Kiefer, Lärche und Douglasie können ebenfalls gute Brennhölzer sein, unterscheiden sich aber hinsichtlich Dichte, Brenndauer und Energiegehalt pro Raummeter.

Beim Kauf lohnt sich daher ein Vergleich von Preis, Holzfeuchte, Raummeter, Holzart und kWh pro Raummeter. Erst daraus lässt sich abschätzen, welches Angebot tatsächlich wirtschaftlich ist.

Quellen und weiterführende Informationen

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