Drehzahl Tabelle Bohren: Richtige U/min für Holz, Metall & Kunststoff 2026

Die richtige Drehzahl beim Bohren entscheidet maßgeblich darüber, wie sauber eine Bohrung wird, wie lange der Bohrer hält und ob Werkstück und Werkzeug unnötig heiß werden. Dabei gibt es keine universelle Drehzahl für alle Materialien.

Ein kleiner Bohrer darf sich in der Regel deutlich schneller drehen als ein großer. Gleichzeitig benötigen harte Werkstoffe wie Stahl oder Edelstahl wesentlich niedrigere Drehzahlen als Holz. Auch bei Kunststoff kommt es auf den konkreten Werkstoff und den Bohrerdurchmesser an.

Dieser Ratgeber zeigt eine praktische Drehzahl-Tabelle für Holz, Metall und Kunststoff 2026 und erklärt, wie sich die optimale Umdrehungszahl berechnen lässt.

Drehzahl Tabelle Bohren 2026: Schneller Überblick

Die folgende Tabelle enthält praxisorientierte Richtwerte für typische Spiral- und Holzbohrer. Die Werte sind keine universellen Herstellerangaben, sondern dienen als Ausgangspunkt. Werkzeugtyp, Werkstoff, Bohrerdurchmesser und Maschine können die optimale Drehzahl verändern.

Bohrer-Ø Holz/Holzwerkstoffe Kunststoff Aluminium Baustahl Edelstahl
2 mm 3.500–6.000 2.000–4.000 4.000–8.000 2.500–4.000 1.000–1.800
3 mm 2.800–4.500 1.700–3.000 3.000–6.000 1.700–3.000 700–1.200
4 mm 2.300–3.500 1.400–2.500 2.500–5.000 1.300–2.400 550–900
5 mm 1.900–3.000 1.100–2.000 2.000–4.000 1.100–1.900 450–750
6 mm 1.600–2.500 900–1.700 1.600–3.300 900–1.600 350–600
8 mm 1.100–1.800 600–1.200 1.200–2.500 600–1.200 250–450
10 mm 800–1.500 450–900 900–1.900 500–900 200–350
12 mm 600–1.200 350–700 750–1.600 400–750 150–300
16 mm 400–900 250–500 550–1.200 300–600 120–220
20 mm 300–700 200–400 400–900 250–500 90–180

Wichtig: Die Werte sind bewusst als Bereiche angegeben. Für konkrete Bohrer sollte grundsätzlich die Drehzahlempfehlung des Werkzeugherstellers Vorrang haben. Bosch weist ebenfalls darauf hin, dass Drehzahl und Bohrerdurchmesser auf den jeweiligen Werkstoff abgestimmt werden müssen. (Tools for Home & Garden)

Die wichtigste Faustregel beim Bohren

Für die Drehzahl gilt grundsätzlich:

Kleiner Bohrer = höhere Drehzahl

Großer Bohrer = niedrigere Drehzahl

Und beim Werkstoff:

Weiches Material = meist höhere Drehzahl

Hartes Material = meist niedrigere Drehzahl

Diese Zusammenhänge werden auch von Bosch als grundlegende Faustregel für das Bohren genannt. (Tools for Home & Garden)

Das bedeutet beispielsweise, dass ein 3-mm-Bohrer in Holz mit wesentlich höherer Drehzahl betrieben werden kann als ein 20-mm-Bohrer in Stahl.


Wie berechnet man die richtige Bohrerdrehzahl?

Die technisch wichtigste Größe ist nicht unmittelbar die Drehzahl, sondern die Schnittgeschwindigkeit.

Die Berechnung lautet:

n = (vc × 1.000) / (π × d)

Dabei steht:

  • n = Drehzahl in U/min
  • vc = Schnittgeschwindigkeit in m/min
  • d = Bohrerdurchmesser in mm
  • π = 3,14159

Die Formel wird auch in aktuellen technischen Drehzahlrechnern für Bohrer verwendet. (BZT Maschinenbau GmbH)

Beispiel: 10-mm-Bohrer in Baustahl

Angenommen, die gewünschte Schnittgeschwindigkeit beträgt 30 m/min:

n = (30 × 1.000) / (3,14159 × 10)

Das ergibt ungefähr:

955 U/min

In der Praxis würde man bei einer Maschine mit festen Drehzahlstufen einen passenden Wert in der Nähe wählen.


Drehzahl Tabelle für Holz 2026

Holz lässt sich im Allgemeinen mit deutlich höheren Drehzahlen bearbeiten als Stahl. Allerdings kommt es stark auf den Bohrertyp und den Bohrdurchmesser an.

Eine Bosch-Tabelle nennt beispielsweise für Standard-Holzbohrer bei 3–6 mm rund 1.000 U/min, bei 13–18 mm rund 700 U/min und bei 20–30 mm etwa 500 U/min. Für spezielle Holzbohrer wie Forstner- oder Schlangenbohrer gelten wiederum andere Werte. (Bosch Power Tools)

Eine weitere aktuelle Praxistabelle nennt für Holz beispielsweise etwa 2.600 U/min bei 3 mm, 1.900 U/min bei 10 mm und 850 U/min bei 20 mm für härtere Hölzer. (Lidl)

Daraus ergibt sich eine wichtige Erkenntnis:

Die optimale Drehzahl hängt nicht nur vom Material, sondern auch stark vom Bohrertyp ab.

Holz-Drehzahltabelle

Bohrer-Ø Weichholz Hartholz
3 mm ca. 2.600 U/min ca. 2.000 U/min
6 mm ca. 2.300 U/min ca. 1.700 U/min
10 mm ca. 1.900 U/min ca. 1.300 U/min
20 mm ca. 1.450 U/min ca. 850 U/min
50 mm ca. 1.000 U/min ca. 500 U/min

Diese Werte stammen aus einer praxisorientierten Tabelle für Holzbohrungen und zeigen insbesondere den Einfluss von Durchmesser und Holzhärte. (Lidl)


Drehzahl beim Bohren in Fichte, Kiefer und Weichholz

Weichhölzer wie Fichte oder Kiefer können grundsätzlich mit höheren Drehzahlen bearbeitet werden als harte Hölzer.

Bei kleinen Spiralbohrern sind beispielsweise relativ hohe Drehzahlen möglich.

Allerdings sollte nicht automatisch die maximale Drehzahl der Bohrmaschine verwendet werden. Zu hohe Drehzahlen können insbesondere bei größeren Durchmessern zu Wärmeentwicklung und einer unsauberen Bohrung führen.

Für einen kleinen Holzspiralbohrer von beispielsweise 4 mm kann eine deutlich höhere Drehzahl sinnvoll sein als für einen 20-mm-Forstnerbohrer.


Drehzahl beim Bohren in Eiche und Hartholz

Harthölzer wie Eiche, Buche oder Esche benötigen tendenziell geringere Drehzahlen als weiche Holzarten.

Besonders bei großen Durchmessern sollte die Drehzahl reduziert werden.

Bei einem Forstnerbohrer ist die Situation nochmals anders als bei einem normalen Spiralbohrer. Bosch nennt beispielsweise für Forstnerbohrer etwa 1.500 U/min bei 10–20 mm, 1.100 U/min bei 22–25 mm und 600 U/min bei 36–50 mm. (Bosch Power Tools)


Drehzahl Tabelle Metall 2026

Beim Bohren von Metall ist die richtige Drehzahl besonders wichtig, weil die Schneiden des Bohrers bei zu hoher Schnittgeschwindigkeit sehr schnell überhitzen können.

Für einen HSS-Bohrer werden beispielsweise folgende Richtwerte für die Schnittgeschwindigkeit genannt:

Werkstoff Typische HSS-Schnittgeschwindigkeit
Baustahl S235 ca. 30–40 m/min
Aluminium ca. 60–100 m/min
Messing ca. 50–90 m/min
Edelstahl ca. 8–14 m/min

Aus diesen Werten ergeben sich je nach Bohrerdurchmesser die entsprechenden Drehzahlen. (BZT Maschinenbau GmbH)

Beispiel-Tabelle für HSS-Bohrer

Bohrer-Ø Baustahl Edelstahl Aluminium
3 mm ca. 3.200–4.250 ca. 850–1.500 ca. 6.350–10.600
5 mm ca. 1.900–2.550 ca. 510–890 ca. 3.820–6.370
6 mm ca. 1.600–2.120 ca. 425–740 ca. 3.180–5.300
8 mm ca. 1.190–1.590 ca. 320–560 ca. 2.390–3.980
10 mm ca. 955–1.270 ca. 255–445 ca. 1.910–3.180
12 mm ca. 800–1.060 ca. 210–370 ca. 1.590–2.650

Die Tabelle ist aus den genannten Schnittgeschwindigkeitsbereichen berechnet. Für die konkrete Bearbeitung sind die Daten des Bohrerherstellers maßgeblich. (BZT Maschinenbau GmbH)


Bohren in Stahl: Welche Drehzahl ist richtig?

Baustahl benötigt deutlich niedrigere Drehzahlen als Holz.

Bei einem 10-mm-HSS-Bohrer liegt die Drehzahl bei einer Schnittgeschwindigkeit von 30 m/min beispielsweise bei rund 955 U/min.

Bei 20 m/min sind es nur etwa 637 U/min.

Das zeigt, wie stark die Drehzahl von der gewählten Schnittgeschwindigkeit abhängt.

Bei handgeführten Maschinen sollte außerdem berücksichtigt werden, dass die tatsächliche Belastung durch Vorschub, Bohrerzustand und Werkstück beeinflusst wird.


Bohren in Edelstahl: Noch langsamer bohren

Edelstahl ist beim Bohren besonders anspruchsvoll. Für HSS-Bohrer werden deutlich niedrigere Schnittgeschwindigkeiten als bei normalem Baustahl empfohlen. Aktuelle Richtwerttabellen nennen beispielsweise etwa 8–14 m/min für Edelstahl. (BZT Maschinenbau GmbH)

Ein 10-mm-HSS-Bohrer kann damit beispielsweise nur ungefähr 255–445 U/min benötigen.

Zu hohe Drehzahlen können die Schneiden stark erwärmen. Zusätzlich kann Edelstahl bei ungünstiger Bearbeitung zur Kaltverfestigung neigen.

Wichtig sind deshalb:

  • geeigneter HSS-Bohrer
  • niedrige Drehzahl
  • gleichmäßiger Vorschub
  • geeignete Kühlung beziehungsweise Schneidmittel
  • kein unnötiges Reiben des Bohrers

Aluminium bohren: Warum höhere Drehzahlen möglich sind

Aluminium besitzt eine vergleichsweise hohe Wärmeleitfähigkeit und kann mit HSS-Bohrern typischerweise mit höheren Schnittgeschwindigkeiten bearbeitet werden.

Für Aluminium werden beispielsweise 60–100 m/min als HSS-Richtwert genannt. (BZT Maschinenbau GmbH)

Bei einem 10-mm-Bohrer entspricht das ungefähr:

1.900–3.200 U/min

Je nach Aluminiumlegierung, Werkzeuggeometrie und Schmierung können andere Werte optimal sein.


Drehzahl beim Bohren von Kunststoff

Kunststoff ist eine besondere Werkstoffgruppe. PVC, POM, PA, PE und andere Kunststoffe unterscheiden sich deutlich voneinander.

Deshalb gibt es keine einzige optimale Kunststoff-Drehzahl.

Eine aktuelle HSS-Richtwerttabelle nennt für Kunststoff etwa 30–90 m/min, während andere technische Tabellen beispielsweise für POM und PA deutlich höhere Werte angeben. (BZT Maschinenbau GmbH)

Das zeigt: Beim Kunststoffbohren sollte man sich möglichst an die Angaben des Herstellers des Bohrers beziehungsweise des Kunststoffs halten.

Kunststoff-Drehzahltabelle als Orientierung

Bohrer-Ø Drehzahl grob
3 mm ca. 3.000–9.500 U/min
5 mm ca. 1.900–5.700 U/min
6 mm ca. 1.600–4.800 U/min
8 mm ca. 1.200–3.600 U/min
10 mm ca. 950–2.900 U/min
12 mm ca. 800–2.400 U/min
20 mm ca. 480–1.430 U/min

Die große Spannbreite ist absichtlich gewählt: Kunststoff ist keine einheitliche Werkstoffklasse. Die tatsächliche optimale Drehzahl hängt unter anderem von Kunststofftyp, Bohrer und Bohrungsgröße ab. (BZT Maschinenbau GmbH)


Warum ist der Bohrerdurchmesser so wichtig?

Bei einem größeren Bohrer legt die Schneidkante pro Umdrehung einen größeren Weg zurück.

Deshalb steigt bei gleicher Drehzahl automatisch die Schnittgeschwindigkeit.

Ein Beispiel:

Ein 5-mm-Bohrer und ein 20-mm-Bohrer drehen sich beide mit 1.000 U/min.

Der 20-mm-Bohrer bewegt sich an seiner Schneide jedoch mit einer wesentlich höheren Umfangsgeschwindigkeit.

Deshalb muss die Drehzahl bei größeren Bohrern reduziert werden.


Zu hohe Drehzahl: Was passiert?

Eine zu hohe Drehzahl kann mehrere Probleme verursachen:

  • Bohrer wird heiß
  • Schneide verschleißt schneller
  • Bohrung kann unsauber werden
  • Werkstoff kann schmelzen
  • Holz kann verbrennen
  • Metall kann den Bohrer thermisch überlasten
  • Kunststoff kann schmieren oder schmelzen

Besonders bei Metall ist die Wärmeentwicklung kritisch.

Bei Kunststoff kann dagegen eine zu hohe Wärmeentwicklung dazu führen, dass das Material weich wird und sich an der Bohrerschneide festsetzt.


Zu niedrige Drehzahl: Ist das problematisch?

Eine niedrige Drehzahl ist nicht automatisch schlecht.

Allerdings kann sie bei ungeeigneter Kombination aus Werkzeug und Vorschub ebenfalls zu Problemen führen.

Bei manchen Materialien kann der Bohrer dann eher drücken oder reiben als sauber schneiden.

Entscheidend ist deshalb das Zusammenspiel von:

Drehzahl + Vorschub + Bohrer + Werkstoff

Die Drehzahl allein garantiert noch keine gute Bohrung.


Drehzahl und Vorschub richtig kombinieren

Ein häufiger Fehler besteht darin, ausschließlich auf die Umdrehungszahl zu achten.

Ein Bohrer benötigt zusätzlich einen passenden Vorschub.

Ist der Vorschub zu gering, kann der Bohrer insbesondere in Metall eher reiben als schneiden. Ist er zu hoch, können Schneiden und Maschine überlastet werden.

Bei handgeführten Bohrmaschinen lässt sich der Vorschub nicht so präzise einstellen wie bei einer CNC-Maschine. Trotzdem sollte der Bohrer mit gleichmäßigem Druck geführt werden.


Welche Drehzahl für welchen Bohrer?

Nicht jeder Bohrer ist gleich.

Holzspiralbohrer

Für Holz ausgelegt und häufig mit Zentrierspitze erhältlich. Die Drehzahl hängt stark vom Durchmesser ab.

Forstnerbohrer

Große Schnittfläche und daher besonders empfindlich gegenüber zu hoher Drehzahl. Mit zunehmendem Durchmesser sollte die Drehzahl deutlich reduziert werden.

Schlangenbohrer

Für tiefe Holzbohrungen geeignet. Bosch nennt beispielsweise für Schlangenbohrer 6–15 mm etwa 1.600 U/min und bei 28–32 mm etwa 800 U/min. (Bosch Power Tools)

HSS-Spiralbohrer

Der klassische Bohrer für Metall. Hier ist die Schnittgeschwindigkeit besonders wichtig.

Stufenbohrer

Für dünne Bleche und bestimmte Materialien geeignet. Die Herstellerangaben sollten beachtet werden, da sich die optimale Drehzahl vom klassischen Spiralbohrer unterscheiden kann.


Drehzahl beim Bohren mit der Handbohrmaschine

Bei einer handgeführten Bohrmaschine lässt sich die optimale Drehzahl häufig nicht exakt einstellen.

Bosch empfiehlt in diesem Fall, bei nicht exakt definierbarer Drehzahl den nächstliegenden Wert zu verwenden. Außerdem sollte bei speziellen Bohrern und Bohrkronen die Angabe auf Verpackung oder Betriebsanleitung berücksichtigt werden. (Tools for Home & Garden)

Für Heimwerker bedeutet das:

  1. Material bestimmen.
  2. Bohrerdurchmesser bestimmen.
  3. Bohrertyp feststellen.
  4. Herstellerangabe prüfen.
  5. Drehzahl möglichst niedrig starten.
  6. Bei sauberem Schnitt und angemessener Spanbildung weiterarbeiten.
  7. Bei übermäßiger Hitze oder schlechtem Schnitt Drehzahl und Vorschub überprüfen.

Drehzahl Tabelle nach Material: Die grobe Orientierung

Wer nur eine schnelle Entscheidung treffen möchte, kann sich folgende Reihenfolge merken:

Material Drehzahl-Tendenz
Weichholz hoch
Hartholz mittel bis hoch
Kunststoff mittel bis hoch, werkstoffabhängig
Aluminium hoch
Messing mittel bis hoch
Baustahl mittel bis niedrig
Edelstahl niedrig
harte Stähle sehr niedrig

Diese Reihenfolge ist nur eine Orientierung. Die tatsächliche Drehzahl wird immer durch Bohrerdurchmesser, Werkzeug und konkrete Werkstoffsorte beeinflusst. (BZT Maschinenbau GmbH)


Beispielrechnungen für die Werkstatt

Beispiel 1: 6-mm-Bohrer in Stahl

Angenommen:

  • Bohrer: 6 mm
  • Schnittgeschwindigkeit: 30 m/min

Dann:

n = 30 × 1.000 / (3,14159 × 6)

Ergebnis:

ca. 1.590 U/min

Beispiel 2: 10-mm-Bohrer in Edelstahl

Angenommen:

  • Bohrer: 10 mm
  • Schnittgeschwindigkeit: 10 m/min

Dann:

n = 10 × 1.000 / (3,14159 × 10)

Ergebnis:

ca. 318 U/min

Beispiel 3: 10-mm-Bohrer in Aluminium

Bei 80 m/min:

n = 80 × 1.000 / (3,14159 × 10)

Ergebnis:

ca. 2.546 U/min

Diese Beispiele zeigen, wie stark sich die Drehzahl bei gleichem Bohrerdurchmesser allein durch den Werkstoff verändert.


Warum Herstellerangaben Vorrang haben

Allgemeine Tabellen sind praktisch, aber sie können niemals alle Kombinationen aus Bohrer, Maschine und Werkstoff abdecken.

Ein Hersteller kann beispielsweise für einen speziellen beschichteten Bohrer andere Schnittgeschwindigkeiten empfehlen als für einen einfachen HSS-Bohrer.

Auch bei Holz unterscheiden sich Spiralbohrer, Forstnerbohrer, Kunstbohrer und Schlangenbohrer erheblich.

Deshalb gilt:

Herstellerangabe > allgemeine Tabelle > Faustformel

Bosch weist ausdrücklich darauf hin, dass bei Sonderbohrern und Bohrkronen teilweise andere Drehzahlen gelten. (Tools for Home & Garden)


Fazit: Die richtige Drehzahl beim Bohren 2026

Die optimale Drehzahl beim Bohren hängt vor allem von drei Faktoren ab:

1. Bohrerdurchmesser
2. Werkstoff
3. Bohrertyp

Die wichtigste Grundregel lautet:

Je größer der Bohrer, desto niedriger die Drehzahl.

Außerdem gilt:

Je härter der Werkstoff, desto niedriger ist normalerweise die erforderliche Schnittgeschwindigkeit.

Für Holz sind häufig höhere Drehzahlen möglich, während Stahl und insbesondere Edelstahl deutlich langsamer gebohrt werden. Aluminium kann dagegen mit relativ hohen Schnittgeschwindigkeiten bearbeitet werden. Bei Kunststoffen hängt die optimale Einstellung stark vom konkreten Kunststoff ab. (BZT Maschinenbau GmbH)

Für die Praxis ist die Formel

n = (vc × 1.000) / (π × d)

eine einfache Möglichkeit, die erforderliche Drehzahl aus Schnittgeschwindigkeit und Bohrerdurchmesser zu berechnen.

Für Heimwerker reicht häufig eine gute Richtwerttabelle. Bei professionellen oder sicherheitsrelevanten Arbeiten sollten dagegen die Schnittdaten des konkreten Bohrers und Werkstoffs verwendet werden.

Quellen und weiterführende Informationen

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