Holzverbrauch in Deutschland – Statistik, Trends & Bedeutung

Holz ist in Deutschland ein zentraler Rohstoff – sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch. Es wird für Bau, Möbel, Papier, Energie und zahlreiche andere Produkte genutzt. Doch wie hoch ist der Holzverbrauch hierzulande wirklich, und wie hat er sich entwickelt? Eine aktuelle statistische Einordnung:


1. Holznutzung in Deutschland – Grundzahlen

Holzeinschlag (Holzernte)

  • Im Jahr 2024 wurden in deutschen Wäldern rund 61,2 Millionen Kubikmeter Holz eingeschlagen. Das war ein Rückgang gegenüber Vorjahren, unter anderem, weil weniger Schadholz anfiel.

Gesamtverbrauch an Holz & Holzprodukten

  • Laut der Gesamtholzbilanz des Thünen-Instituts lag der inländische Holzverbrauch 2022 bei etwa 118,5 Millionen m³ Rohholzäquivalent. Dabei umfasst der Wert nicht nur Rundholz, sondern alle Produkte auf Basis von Holz.

Diese Bilanz zeigt: Der reale Verbrauch ist höher als der reine Holzeinschlag, weil Importe, Verarbeitung und Weiterverarbeitung berücksichtigt werden.


2. Struktur & Verwendung des Holzes

Holz wird in Deutschland in mehreren Bereichen genutzt:

Materialverwendung

  • Der Großteil fließt in Bauholz, Möbel, Holzwerkstoffe und Industrieholz.
  • Im Bau- und Möbelbereich spielt Holz als nachwachsender, CO₂-speichernder Baustoff eine wichtige Rolle.

Energetische Nutzung

  • Ein bedeutender Anteil des Holzes wird energetisch genutzt – z. B. als Brennholz für Öfen oder in Heizkraftwerken.
  • Früher fand Brennholz eine größere Verwendung; heute sind Papier- und Bauprodukte stärker im Fokus.

Pro-Kopf-Verbrauch

  • Laut Studien und Schätzungen liegt der Holzverbrauch pro Kopf in Deutschland bei etwa 1,2 m³ jährlich, deutlich über dem globalen Durchschnitt von circa 0,5 m³ pro Person und Jahr.

3. Entwicklung über die Zeit

Der Holzverbrauch in Deutschland ist in den letzten Jahrzehnten deutlich gestiegen:

  • Seit den 1990er-Jahren hat sich der Verbrauch mehr als verdoppelt.
  • In den frühen 2000er-Jahren lag der Gesamtverbrauch in vielen Jahren über 120 Millionen m³.

Warum dieser Anstieg?

  • Bau- und Möbelindustrie wächst.
  • Holz wird verstärkt als nachhaltiger Baustoff und Energieträger genutzt.
  • Zunahme an Holzwerkstoffen, Papier und Verpackungen.

4. Produktion vs. Import

Obwohl Deutschland große Waldflächen besitzt (rund ein Drittel der Landesfläche ist Wald), wird ein Teil des verarbeiteten Holzes importiert, weil die heimische Nachfrage zeitweise größer ist als das Angebot.

Dies betrifft etwa Industrieholz und bestimmte Holzsorten, die in Deutschland nicht in ausreichender Menge verfügbar sind.


5. Nachhaltigkeit & Waldentwicklung

Waldwachstum vs. Ernte

  • Deutschlands Wälder wachsen insgesamt weiter – das jährliche Zuwachsvolumen ist groß.
  • Nachhaltige Waldbewirtschaftung bedeutet hier, nur so viel Holz zu entnehmen, wie nachwächst.

Debatte um Nachhaltigkeit

  • Umweltschutzorganisationen betonen, dass hoher Holzverbrauch auch Risiken für Waldökosysteme und Klima birgt, wenn ökologische Aspekte nicht berücksichtigt werden.

6. Fazit – Was sagt die Statistik über den Holzverbrauch in Deutschland?

  • Hohe Nachfrage: Deutschland gehört zu den Ländern mit hohem Holzverbrauch – pro Kopf und insgesamt.
  • Vielseitige Nutzung: Holz wird als Baustoff, Industrieprodukt und Energiequelle eingesetzt.
  • Steigende Trends: Über die letzten Jahrzehnte ist der Verbrauch deutlich gestiegen.
  • Nachhaltigkeit im Fokus: Trotz großer Waldflächen ist eine nachhaltige Nutzung zentral, um Ressourcen zu schonen.

Wenn du möchtest, kann ich dir auch eine Grafik mit Entwicklung des Holzverbrauchs über die letzten Jahrzehnte oder eine Übersicht der wichtigsten Holzverwendungszwecke erstellen.

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